Apr 24

Expedition: Kämpfe im Elsaß 1915

Elsass 2009 114Wir reisen am Donnerstag Nachmittag ins Munstertal im Elsass. Am Abend erfolgt eine Einweisung in die Lage im Jahr 1915.

Die Expedition startet am Freitagmorgen zum Reichackerkopf. Nach einen 1-2 stündigen Rundweg in diesem Bereich wechseln wir zur Haupttour dieses Tages zum Lingekopf. Von Hochrodberg wandern wir entlang des Barrenkopfes zum Lingekopf. Hier besichtigen wir das Stellungssystem und das Museum. Danach geht es über das Schratzmännle, den Barrenkopf und Kleinkopf zurück zum Ausgangspunkt (ca. 4 Stunden).

Am Samstag fahren wir zum zweiten, bekannteren Schlachtfeld dieser Region, dem Hartmannsweilerkopf. Den Tag beschließen wir mit einer Ortsbesichtigung in einem der schönen Städtchen des Elsaß und anschließender Weinprobe.

Die Rückreise erfolgt am Sonntag.

Derzeit geplant für den 27.Oktober 2016

deutsche Stellung am Lingekopf

deutsche Stellung am Lingekopf

Apr 24

100 Jahre Schlacht an der Somme

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Poppy, die Mohnblume ist das Symbol für die Schlacht an der Somme.

Als am 1. Juli 1916 französische und britische Einheiten den Angriff auf die deutschen Stellungen an der Somme begannen, war dies der Auftakt zu der verlustreichsten Schlacht des 1. Weltkrieges. Während in Deutschland und Frankreich die Schlacht um Verdun für das Erinnern an diesen Krieg steht, ist dies die Schlacht des Erinnerns für die Briten und ihrer Empire-Truppen.

Die Somme-Schlacht war eine Schlacht der Superlative. 7 Tage Trommelfeuer mit über 1,5 Millionen Granaten aller Kaliber, Giftgas, Krater-Sprengungen, deren Explosionen noch in London hörbar gewesen sein sollen, sollten die deutschen Stellungen planieren. Die Briten, kampfunerfahren und in der Überzeugung, dass dieser Plan funktionierte, gingen in Marschformation zum Angriff über und erlitten im Maschinengewehrfeuer den verlustreichsten Tag ihrer Militärhistorie. 20.000 Tote (davon 8.000 in den ersten 30 Minuten des Angriffs) und 36.000 Verletzte bei insgesamt 120.000 eingesetzten britischen Soldaten und keine wesentliche Geländegewinne, verdeutlichen das ganze Drama dieses Tages.

Als die Schlacht im November 1916 endet, sind über 1 Mio. Soldaten aller Seiten tot oder verwundet. Der angegriffene Frontabschnitt ist kaum verändert.

Noch heute ist der riesige Krater bei La Boisselle sichtbar, noch immer sammelt der franz. Kampfmittelräumdienst Granaten ein, die die Bauern hochpflügen.

Da das Gebiet im Gegensatz zum Schlachtfeld von Verdun heute wieder landwirtschaftlich genutzt wird, sind die Spuren des Krieges nicht mehr ganz so deutlich zu sehen. Es ist trotzdem sehr beeindruckend zu sehen, wie nur wenige hundert Meter Acker zum Grab für Tausende werden konnten.

Apr 24

Reichackerkopf-Sattel

Der Reichackerkopf nördlich von Munster war im Frühjahr 1915 Schauplatz erbitterter Kämpfe. Die Kämpfe stellten den Auftakt für die Gefechte des Jahres 1915 in diesem Gebiet dar, die am Lingekopf in der zweiten Jahreshälfte 1915 ihre Fortsetzung erfuhren. Wie so oft wird auch hier sehr schnell deutlich, wie überschaubar das Gebiet ist, wie gering die Entfernungen waren, auf denen so viele sinnlos geopfert wurden.

Blick auf den Reichacker und Sattel

Blick auf den Reichacker und Sattel (Bildmitte rechts)

 

Apr 13

Lingekopf-Schratzmännle-Barrenkopf

 

Das Gebiet um dem Lingekopf, dass auch das Grab der französischen Alpenjäger genannt wird, lässt sich auf einer Tagestour bequem auf einem Rundweg zu Fuss erkunden. Höhepunkt ist das gut erhaltene Stellungssystem und das Museum auf dem Lingekopf. Im gesamten Gebiet wird immer wieder deutlich, unter welchen widrigen, menschenverachtenden Bedingungen die französischen Truppen gezwungen waren, gegen die deutlich besser ausgebauten, höher gelegenen deutschen Befestigungen anzugreifen.

Feindliche Nachbarn. Deutscher Bunker links, franz. Horchposten rechts des Weges.